Berlin, ich komme! Tipps und Tricks zum Studieren in Berlin und Deutschland27. Februar 2026 von Humboldt-Institut
Studieren in Deutschland und vor allem in Berlin ist sehr beliebt bei jungen Menschen auf der ganzen Welt. Auch wenn man eine Zulassung bekommen hat, gibt es noch viel zu lernen.
Um in Deutschland zu studieren, benötigt man vor allem sehr gute Deutschkenntnisse. Nach dem Deutschkurs ist die Arbeit aber nicht getan, denn das Leben an einer Hochschule bietet so manche Eigenheiten und Fallstricke, auch für Muttersprachler.
Daher bietet unsere Freizeitbetreuerin Rebecca in Berlin regelmäßig Exkursionen an Hochschulen und Workshops zu studienrelevanten Themen an. Wie genau das aussieht, wo man in Berlin studieren kann und was unsere ehemaligen Schülerinnen und Schüler studieren, das könnt ihr in diesem Beitrag erfahren.
Universitäten und Hochschulen in Berlin
Die bekanntesten Universitäten in Berlin sind gleichzeitig auch die größten nach Studentenzahl:
- die Freie Universität (FU) Berlin (38.397 Studierende),
- die Humboldt-Universität (HU) zu Berlin (31.038 Studierende)
- die Technische Universität (TU) Berlin (28.624 Studierende)
Das sind aber bei weitem nicht alle Hochschulen in Berlin. Es gibt noch zahlreiche weitere Einrichtungen wie zum Beispiel die Universität der Künste mit ihren Fakultäten für Bildende Kunst, Gestaltung, Musik und Darstellende Kunst und einer über 300-jährigen Geschichte.
Natürlich gibt es auch noch mehrere Fachhochschulen wie zum Beispiel die Berliner Hochschule für Technik (BHT) oder die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW) sowie weitere konfessionelle und private Einrichtungen.
Zusammengenommen gibt es in ganz Berlin über 200.000 Studierende, eine beeindruckende Zahl!
Campus-Touren bei den Berliner Unis
Alle drei Universitäten werden von den Humboldt-Schülerinnen und Schülern mit Rebecca besucht. Auf der Campus-Tour bei der Humboldt-Universität besichtigt die Gruppe zum Beispiel den Campus Nord mit der Charité (dem berühmten Krankenhaus) und dem Tieranatomischen Theater (dem ältesten Hörsaal Deutschlands). Danach geht es weiter zur HU-Bibliothek im Jakob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum und zum Hauptgebäude Unter den Linden mit der Juristischen Fakultät. Hier kann man die bekannten Statuen von Wilhelm und Alexander von Humboldt bestaunen, die Namensgeber der Universität. Bei dieser Gelegenheit bietet sich auch ein Abstecher in die Staatsbibliothek (StaBi) an. Dort kann man an sieben Tagen in der Woche lernen oder Bücher ausleihen, auch ohne Studierendenstatus.
Beim Besuch der Mensa Nord auf dem HU-Campus stehen ganz praktische Fragen im Vordergrund: Wie kann ich eine Mensakarte aufladen, um mein Mittagessen zu bezahlen? Und wie entscheide ich mich für ein Mittagessen, das lecker, gesund und günstig ist?
In allen Mensen des Studierendenwerks Berlin gibt es abwechslungsreiche Angebote mit vielen vegetarischen, veganen und glutenfreien Optionen. Ähnlich wie im Humboldt-Institut gibt es auch hier eine Salatbar und Suppe als Vorspeise. Bei den Hauptgerichten kann man sich ein Gericht aus verschiedenen Komponenten zusammenstellen. Hierbei kennt Rebecca einen Trick: Beilagen wie Kartoffeln kosten zum Beispiel immer ca. 0,85 € – egal ob man sich einen Löffel Kartoffeln nimmt oder einen ganzen Teller voll. Beim letzten Besuch staunten die Schülerinnen über einen Mensa-Gast, der nur einen großen Haufen Kartoffeln und einen großen Haufen Blumenkohl auf seinem Teller hatte. Nicht besonders befriedigend, aber ein Mittagessen unter 2 €!
Auch bei der Campus-Tour an der Technischen Universität (TU) werden verschiedene Fakultäten besucht, zum Beispiel das Institut für Bauingenieurwesen auf dem Campus Wedding und der Campus Charlottenburg mit dem Hauptgebäude, dem Mathematik-Institut, dem Architektur-Institut und einer Caféteria, die an einen Berliner Techno-Club erinnert.
Jeder Campus hat seine Besonderheiten. Bei der TU ist das zum Beispiel „Schrippen-Chris“, der mit Körben voller belegter Brötchen auf dem Campus unterwegs ist. Sehr praktisch, wenn die Mensa schon geschlossen hat.
Vorbereitung auf das Studienkolleg
Wer in Deutschland studieren will, aber kein Abitur oder einen in Deutschland anerkannten Schulabschluss hat, kann ein Studienkolleg besuchen. Dafür gibt es einen Aufnahmetest in Deutsch und Mathematik.
Die Prüfungen können sich natürlich von Studienkolleg zu Studienkolleg, beziehungsweise von Bundesland zu Bundesland, unterscheiden. In Berlin gibt es jeweils ein staatliches Studienkolleg an der TU Berlin und eines an der FU Berlin. Beide stellen im Internet Prüfungsbeispiel mit Lösungen bereit:
Rebecca hat Mathematik auf Lehramt studiert und hilft bei der Vorbereitung auf den Test, zum Beispiel mit Erklärungen zur Aufgabenstellung, den Rechenwegen. Außerdem besprechen die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Rebecca Aufgaben und unbekannte Vokabeln, wiederholen wichtige Formeln und finden Lösungswege auf Deutsch.
Orientierung im Studienleben
Das Leben an der Uni kann am Anfang ganz schön verwirrend sein, da man vieles selbst organisieren muss. Dabei hilft es, einen Überblick zu haben, wo man welche Informationen finden kann.
Rebecca gibt unseren Schülern kurze Workshops zu verschiedenen Online-Plattformen der Universitäten:
- Welche Module muss ich belegen?
Dabei hilft ein Blick in die jeweilige Studienordnung des Faches, aus der hervorgeht, welche Veranstaltungen, Vorlesungen, Seminare und Praktika man belegen muss, um am Ende für die Bachelor- oder Masterarbeit zugelassen zu werden. An den Instituten gibt es außerdem Fachstudienberaterinnen und -berater, die bei Fragen weiterhelfen. - Wie plane ich meinen Stundenplan?
In der Studienordnung steht außerdem, welches Modul wie viele Leistungspunkte (LP) bringt. Ein Leistungspunkt entspricht ungefähr 30 Arbeitsstunden (inklusive Präsenz, Vor- und Nachbereitung). Die Semesterwochenstunden (SWS) geben an, wie viel Zeitaufwand für die verschiedenen Lehrveranstaltungen (z.B. Vorlesungen, Seminare, Praktika oder Exkursionen) erforderlich sind. Eine SWS entspricht 45-Minuten-Einheiten. Vorlesungen finden oft mit vier SWS (d.h. 2x 90 min) statt, während Seminare oft nur zwei SWS, also einen wöchentlichen Termin haben. Empfohlen wird, jedes Semester Module im Umfang von 30 Leistungspunkten zu belegen. Die genaue Planung hängt allerdings auch immer vom Studienfach ab. - Wann kann ich mich für Prüfungen oder Sportkurse anmelden?
- Wo finde ich Literatur für meine Hausaufgaben?
Je nach Hochschule gibt es dafür digitale Bibliotheks-Suchportale, um die Bücher und Zeitschriften auch im richtigen Regal zu finden. Das gilt natürlich auch für elektronische Bücher und Zeitschriften. Für die HU ist das zum Beispiel „Primus“, für das auch Nicht-Studierende einen Account anlegen können.
Bewegung ist sehr hilfreich beim Lernen, deswegen bieten die Berliner Unis das ganze Jahr über abwechslungsreiche Hochschul-Sportkurse an. Von diversen Ballsportarten über verschiedene Tänze, Yoga, Klettern oder Schach ist alles dabei. Sogar Exkursionen werden angeboten. Die Kurse beginnen immer zum Semesterstart im Oktober und April, sowie zum Beginn der Semesterferien im Februar und August, und können ein paar Wochen im Voraus gebucht werden. Teilnehmen können Studierende aller Unis sowie auch Nicht-Studierende, die allerdings höhere Preise zahlen. Trotzdem sind die Kurse noch extrem günstig im Vergleich zu Vereinen oder Fitness-Studios. Angeboten wird beispielsweise Floorball, eine Mischung aus Fußball und Eishockey, das mit Kunststoffschlägern in der Halle gespielt wird und sehr leicht zu erlernen ist. Hier kosten 15 Termine à 2 Stunden nur 53 € für Studierende oder 131 € für Nicht-Studierende.
Links:
◦ Hochschulsport an der FU Berlin
◦ Hochschulsport an der HU Berlin
◦ Hochschulsport an der TU Berlin
Außerdem gibt Rebecca Tipps zum Thema Zeitmanagement & Prokrastination, zum Beispiel die Pomodoro-Methode, bei der man abwechselnd 20 Minuten konzentriert lernt und dann 5 Minuten Pause macht. Die regelmäßigen Pausen sollen dabei helfen, die Motivation und den Fokus auf den Lernstoff aufrechtzuerhalten.
Ein Besuch in der Staatsbibliothek lohnt sich übrigens nicht nur zum Lernen, man kann dort auch interessante Leute treffen kann, so wie unser ehemaliger Schüler Eduardo es getan hat:

Deutsch lernen und sprechen in der Freizeit
Auch das normale Freizeitprogramm bei Humboldt hilft beim besseren Verständnis der deutschen Kultur und als sprachlichen Vorbereitung auf ein Studium. Denn je besser das Deutschniveau, desto leichter fällt das Studium. Im Freizeitprogramm bekommt man viele Infos auf Deutsch und kann seine neu erworbenen Kenntnisse auch selbst ausprobieren. Fehler sind kein Problem, nur durch Üben wird man besseren. Außerdem sind alle Schüler in der gleichen Situation und gemeinsam macht alles einfach mehr Spaß!
Ehemalige Humboldt-Schüler
Die Beispiele ehemaliger Schülerinnen und Schüler des Humboldt-Instituts zeigen die vielfältigen Möglichkeiten, die sich internationalen Studierenden in Deutschland bieten. Viele unserer ehemaligen Schüler hatten vorher keine Deutschkenntnisse und haben bei null angefangen – jetzt studieren Sie an unterschiedlichen Hochschulen in ganz Deutschland!
- Evgeniia aus Russland studiert Nachhaltiges Management an der TU Berlin
- Ivan aus der Ukraine studiert Biotechnologie in Jena (Interview im Humboldt-Blog)
- Jad aus Oman studiert Medizin in Leipzig (Interview im Humboldt-Blog)
- Worawood aus Thailand belegt aktuell das Studienkolleg in Heidelberg
- Sebastian studiert Wirtschaftsingenieurswesen an der TU Dresden
- Eunpaeck aus Korea studiert Architektur an der Universität der Künste Berlin
- Seongju aus Korea studiert Wirtschaftsingenieurwesen am KIT Karlsruhe
- Hyeongju aus Korea studiert Elektrotechnik am KIT Karlsruhe
- Donguk aus Korea studiert Elektrotechnik an der TU München
Weitere Informationen zum Thema Studieren in Deutschland
Auf unserer Internetseite findet ihr weiterführende Informationen zum Thema „Deutsch + Studieren in Deutschland“, angefangen von Zulassungsvoraussetzungen, über unsere Intensivkurse in Berlin oder Konstanz und Prüfungen, bis hin zum Bewerbungsservice.